Eine Besonderheit fiel in der rheinland-pfälzischen Hauptstadt direkt ins Auge. Das Ausrichterteam des MTV Mainz 1817 e. V. hatte erstmals eine Hochpiste als Finalbahn aufgebaut. Die Turniermanager Tim Drescher und Steve Glinka sowie das Kampfrichterteam vermochten die Finalgefechte der 24 Wettkämpfe darauf in vier Blöcken bestens zur Geltung zu bringen.
Insgesamt 329 Starts wurden bei der diesjährigen Auflage verbucht. Das sei eine Steigerung um 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, vermerkte Veteranensprecher Harald Lüders. Besonders erfreulich sei die mit 22 Prozent deutlich höhere Beteiligung in der jüngsten Altersklasse V40. Eine Übersicht aller Ergebnisse finden Sie hier.
Svend Berger und Gunilla Graudins, als Verantwortliche vom gastgebenden Verein, hatten für eine reibungslose Organisation gesorgt und auch ansonsten Akzente gesetzt. Vor den Siegerehrungen spielte so zum Beispiel das Violinen-Duo Alina Gelfond und Grigori Dobrzhynetz die Nationalhymne und verlieh der Veranstaltung damit einen würdevollen Glanz.
Der Bürgermeister der Stadt Mainz, Daniel Köbler, hatte während seines Besuchs vor Ort die Bedeutung des MTV Mainz 1817 e. V. mitsamt Nachwuchsleistungszentrum des DFB für Säbelfechten hervorgehoben und die Umsetzung der Deutschen Meisterschaften in der Sportstadt Mainz ausdrücklich begrüßt.
DFB-Präsident Benjamin Denzer sagte in Mainz: “Einmal mehr wurde von den Veteranen unter Beweis gestellt, das hochklassiges Fechten keine Frage des Alters ist. Besonders erfreulich ist, dass das Veteranenfechten deutschlandweit stark vertreten ist.” Das zeige die Verteilung der Medaillengewinne quer durch die Republik. “Ein besonderer Dank gilt den Ausrichtern aus Mainz. Das Team hat professionelle Rahmenbedingungen geboten. Die Einzelmeisterschaften waren ein voller Erfolg und machen Vorfreude auf die zeitnah stattfindenden Mannschaftsmeisterschaften in Erfurt”, erklärte Denzer.
Lüders hob die großen Emotionen der Athletinnen und Athleten in Mainz hervor und sagte: “Wir sind auf einem gutem Weg in die Zukunft des Veteranenfechtens.” Lüders proklamierte zudem die mehrfache Veteran-Weltmeisterin im Damendegen Frauke Hohlbein zur Veteranin des Jahres 2026.