Für Sport mit Haltung - gegen rechtsextreme Ideologie

Wir unterstützen die Positionierung der dsj!

Aufgrund der Ereignisse der vergangenen Wochen möchten wir auch deutlich Stellung: für die Demokratie und gegen rechtsextreme Ideologien beziehen! 

Die Deutsch Fechtsportjugend unterstützt das Statement der Deutschen Sportjugend „Für Sport mit Haltung – gegen rechtsextreme Ideologien“!

https://www.dsj.de/news/rechtspopulismus

“Der Sport in Deutschland steht für Respekt, Fairness und Vielfalt, er steht für Demokratie und Menschenrechte. Daher lehnt der DOSB jegliche Form von Rassismus, Diskriminierung und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit entschieden ab. Wir tolerieren keine rechtsextremen, unmenschlichen Ideologien, welche die massenhafte Ausweisung von Menschen mit Migrationsgeschichte propagieren. Die 86.000 Sportvereine in Deutschland sind Orte der Begegnung und des Zusammenhalts, in denen Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Familiengeschichte, ihrer körperlichen Verfassung, ihres Glaubens, ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Identität zusammenkommen, um gemeinsam Sport zu treiben und Gemeinschaft zu erleben. Wir schätzen die Vielfalt in unseren Vereinen und werden sie mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen und beschützen. DOSB und dsj haben sich bereits 2020 für eine offene, vielfältige und demokratische Gesellschaft deutlich positioniert. Als DOSB bestärken wir ausdrücklich die vielen hunderttausend Menschen, die in den vergangenen Wochen für unsere Demokratie und gegen Rechtsextremismus auf die Straße gegangen sind. Wir freuen uns sehr, dass darunter auch zahlreiche Mitglieder unserer Sportvereine waren. Wir möchten unsere Mitglieder ermutigen und ermuntern, öffentlich ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit zu setzen. Es liegt jetzt an uns, Tag für Tag für unsere freiheitlichdemokratische Grundordnung einzustehen, egal ob im Sportverein, im Alltag, am Arbeitsplatz, bei den Demonstrationen auf der Straße oder demnächst an den Wahlurnen. Der Sport ist parteipolitisch neutral, aber gesellschaftspolitisch haben wir eine klare Haltung!”

Im Sommer 2023 hat sich die Deutsche Fechtsportjugend im Deutschen Fechter-Bund erfolgreich um die Förderung einer Stelle für eine*n Anti-Rasissmus-Beauftragte*n im Rahmen des Projektes: „(Anti-) Rassismus im organisierten Sport“ (https://www.dsj.de/themen/demokratiestaerkung-antidiskriminierung) bei der Deutschen Sportjugend im DOSB e.V. (dsj) und dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) beworben und als eine von fünf Organisationen den Zuschlag erhalten.

Die Finanzierung dieser Projektstellen in den Verbänden ist Teil des bewilligten Projekts „(Anti-) Rassismus im Sport“, dass durch die Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus gefördert wird.

Seit dem 01.11.2023 ist Frau Tatjana Jarow die Antirassismus-Beauftragte der Deutschen Fechtsportjugend im Deutschen Fechter-Bund.

Mehr zu diesem Thema

Unsere Gesellschaft ist im ständigen Wandel. Globalisierung, verstärkte Zuwanderung und die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit bringen anspruchsvolle Dynamiken mit sich, denen die Politik und die ganze Gesellschaft gerecht zu werden versuchen. Der Sport als integrale gesellschaftliche Kraft bleibt von diesen Dynamiken nicht unberührt und hat das Potential, unzählige Chancen zum sozialen Zusammenwachsen zu bieten.

Unsere Gesellschaft ist vielfältig geworden, zum Glück! Diese Vielfalt birgt ein großartiges Potenzial für den Profi- wie für den Amateursport und sollte sich deshalb auch in den Mitgliederstrukturen unserer Vereine und Verbände widerspiegeln.

Durch gezielte Aktionen und Projekte sowohl im Leistungs- als auch im Breitensport, besonders im Jugend-Bildungsbereich, hoffe ich einen Teil zu dieser Vielfalt beitragen zu dürfen, um noch mehr Menschen für den Fechtsport zu begeistern.

Gleichzeitig ist es Teil meiner Aufgabe, das Bewusstsein für menschenverachtendes und demokratiefeindliches Verhalten zu schärfen, ebenso wie Handlungssicherheit im Umgang mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Handwerkszeug für rassismuskritische Arbeit und Rechtsextremismusprävention zu vermitteln. Dazu sind Bildungsangebote insbesondere für Kinder und Jugendliche und alle Interessierten sowie Akteur*innen im Deutschen Fechtsport auf allen Ebenen (Verband, Landesverbände, Vereine) geplant.

Des Weiteren stehe ich bei konkreten Vorfällen für eine anlassbezogene Beratung zur Verfügung und unterstütze gerne die Mitgliedsvereine bei individuellen Herausforderungen oder ganz eigenen Ideen zu dieser Thematik.

  1. Menschenrechts-Policy des DOSB und der dsj und Erklärfilm 
  2. dsj-Handreichung „RECHTSsicherheit im Sport - Politisch neutral?! Umgang mit Positionierungen, Vermietungen, Einladungen“ 
  3. Rechtswissenschaftliches Gutachten „Parteipolitische Neutralität von Sportvereinen“ von Prof. Dr. Martin Nolte 
  4. dsj-Informationsflyer „Mit Schutz und Rückendeckung: Was Vereine und Engagierte gegen rechtsextreme, menschenfeindliche und antidemokratische Angriffe tun können“ 
  5. Materialsammlung „Sport mit Courage“, u.a. mit dem Themendossier „Sport, Werte und Politik - Zwischen Neutralität und Haltung zeigen“ (mit z.B. einem Artikel zum Thema Satzungen) 
  6. Podcast „Tauziehen – zu Politik und Sport“, u.a. die Folgen zu „Sport und Demonstrationen gegen Rechts“, „Neutralität im Sport“ und „Sport und Rechtsextremismus“ 

  1. Projekt (Anti-)Rassismus im Sport des DOSB & der dsj (https://www.dsj.de/themen/demokratiestaerkung-antidiskriminierung/anti-rassismus-im-sport
  2. Bundesprogramm gegen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit im Sport (https://www.dsj.de/themen/demokratiestaerkung-antidiskriminierung/bundesprogramm-gegen-rechtsextremismus-und-menschenfeindlichkeit-im-sport
  3. Geschäftsstelle des Netzwerks „Sport & Politik für Fairness, Respekt und Menschenwürde“ (https://www.sportundpolitik.de/
  4. Koordination der Sportprojekte im Bundesprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ (https://www.zusammenhalt-durch-teilhabe.de/)