
DFB zertifiziert beste Landesstützpunkte
Der Deutsche Fechter-Bund (DFB) hat bundesweit neun Landesstützpunkte mit dem Titel "Landesstützpunkte mit nationaler Bedeutung" zertifiziert. Die Auszeichnung gilt für einen Olympischen Zyklus von vier Jahren. In Nürnberg gab es nun die erste Übergabe.
Anlässlich des europäischen Ranglistenturniers (CC) in der Altersklasse U17 (Florett) in Nürnberg wurde das erste Zertifikat des DFBs an den dortigen Landesstützpunkt in den Hallen des BBZ am Stadtpark offiziell durch DFB-Sportdirektor Tobias Kirch übergeben. Neben Stützpunktleiter Tobias Hell und dem Vertreter des Bayrischen Fechter-Verbandes, Björn Rausch, war die Referentin für Schule und Sport der Stadt Nürnberg, Cornelia Trinkl, vor Ort.
Stützpunkt in Nürnberg erhält erste Auszeichnung
Der Fechterring Nürnberg leitet den Säbelstandort gemeinsam mit dem bayrischen Fechtverband seit zwölf Jahren. Sieben Bundeskader- sowie 24 Landeskaderfechter*innen arbeiten dort unter professionellen Bedingungen an ihrer Weiterentwicklung.
Der für den aktuellen Olympiazyklus gemeinsam mit dem Bundesministerium des Innern (BMI) sowie des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) neu abgestimmte Strukturplan des Deutschen Fechter-Bundes (DFB) soll ein durchlässiges und zulieferndes Stützpunktnetzwerk fördern. Um Landesstützpunkte mit nationaler Bedeutung anzuerkennen und zu etablieren und die Nachwuchsförderung effizienter und zielgerichteter zu gestalten hat der DFB dafür ein neues Verfahren eingeführt.
Neues Verfahren mit Institut entwickelt
Nun werden “Landesstützpunkte mit nationaler Bedeutung” für jeweils vier Jahre, entsprechend einem olympischen Zyklus, durch den DFB zertifiziert. Dafür wurde ein neues Bewerbungsverfahren auf Grundlage eines spezifischen Kriterienkatalogs eingeleitet, der in Zusammenarbeit mit dem Institut für angewandte Trainingswissenschaften (IAT) entwickelt wurde. Ziel des DFBs in der Neuausrichtung ist vor allem, die dezentralen Standorte zu stärken und deren Qualität vor Ort zu optimieren, um die Rahmenbedingungen des Nachwuchsleistungssports gezielt an die internationalen Anforderungen in der Sportart Fechten anzupassen.
Nach Online-Infoveranstaltungen konnten Bewerber-Standorte sich im Mai dieses Jahres bewerben. Nach der Durchsicht der Unterlagen führte der DFB die finale Inhaltliche Bewertung sowie den Abschluss des Bewerbungsprozesses durch. Nach der Vorstellung und Bestätigung der Ergebnisse im Präsidium wurden neun Standorte vom DFB zertifiziert..
Zertifizierte Standorte (Gesamt 9 von 11 Bewerbern):
- FR Nürnberg – Säbel (Bayern)
- Frankfurt x Offenbach – Degen (Hessen)
- Münster – Florett (NRW)
- Solingen – Degen (NRW)
- Leverkusen – Degen (NRW)
- Moers – Florett (NRW)
- Halle – Florett (Sachsen-Anhalt)
- Mainz – Säbel (Südwest)
- Künzelsau – Säbel (Württemberg)
DFB-Sportdirektor Tobias Kirch erklärte: “Mit den Landesstützpunkten mit nationaler Bedeutung haben wir ein weiteres wichtiges Instrument entwickelt, das eine gezieltere Nachwuchsförderung bereits auf Vereins- und Landesebene ermöglichen soll.” Für den DFB sei entscheidend, dass der Verband besondere Trainingsstandorte für die Nachwuchsfechter zertifiziere.
Sportdirektor Kirch: “Bedeutsamer Baustein in unserem Stützpunktnetzwerk”
Darüber hinaus wolle der Verband die bereits guten Rahmenbedingungen gemeinsam weiterentwickeln sowie sicherstellen, dass die besten Talente regional und Vereinsübergreifend regelmäßig für gemeinsames Training zusammengeführt werden könnten. “Die Landesstützpunkten mit nationaler Bedeutung bilden somit einen bedeutsamen Baustein in unserem Stützpunktnetzwerk für die Nachwuchsentwicklung auf dem Weg zu den Bundesstützpunkten”, so Kirch.
Fotoverweis: Jan von Uxkull-Gyllenband