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DFB-Team

Hess und Eifler im Gespräch vor Weltcup und Grand Prix

Ab Donnerstagmorgen amerikanischer Zeit (Donnerstagabend deutscher Zeit) startet mit dem Säbel-Weltcup der Damen und Herren im amerikanischen Salt Lake einer von zwei Fechthöhepunkten der nächsten Tage. Ab Freitag kämpfen die Degenkolleginnen- und kollegen beim Grad Prix in Katar um wertvolle Weltranglistenpunkte. Vor Wettkampfstart hat fechten.org mit Larissa Eifler in den USA und Gala Hess Sancho auf dem Weg nach Katar gesprochen.

Hier geht es zur allgemeinen Vorschau-Meldungen zu beiden Wettkämpfen

Während fechten.org Degenfechterin Gala Hess Sancho auf dem Weg zum Flughafen erwischte, war Larissa Eifler schon mitten in der Akklimatisierungsphase in Salt Lake City. Die amerikanische Winter-Olympiastadt von 2002 liegt neun Stunden zurück. “Die Anreise war zwar anstrengend, aber wir sind schon in einen ganz guten Rhythmus gekommen, konnten früh schlafen gehen und sind früh wachgeworden”, berichtete Eifler vor dem Wettkampfstart am Donnerstagabend deutscher Zeit.

Die deutsche Säbelhoffnung vom TSV Bayer Dormagen hatte sich zum Jahresstart beim Grand Prix in Tunis (Tunesien) dank einer makelloser Vorrunde fürs Haupttableau qualifiziert, war dort gegen die als neutrale Athletin startende Evelina Popova mit 10:15 ausgeschieden. Eifler wurde 37. 

Insgesamt laufe ihre Saison ganz gut. “Es gibt immer noch ein paar Aufs und Abs. Mit dem letzten Weltcup in Tunis war ich nicht ganz zufrieden. Ich merke aber tendenziell schon, dass ich mich verbessere.” Eifler arbeite beständig an den Dingen, die sie verbessern wolle. “Ich bin daher zuversichtlich. Es kommen ja noch einige Wettkämpfe.”

Die Halle in Salt Lake City, berichtete die 26-Jährige, liege direkt neben dem Hotel. “Es ist ähnlich einer Messehalle. Subjektiv finde ich das nicht ganz so schön, weil kein Tageslicht in die Halle kommt. Aber allgemein ist genug Platz, es ist sauber. Die Grundvoraussetzungen stimmen auf jeden Fall.”

Mit Blick auf den Wettkampf, in dem sie am Donnerstag zunächst um einen Platz im Haupttableau der besten 64 kämpft, sagte Eifler: “Ich möchte mein bestes geben, Spaß im Wettkampf haben und an meine bisherigen Leistungen anknüpfen.” Nach ihrer längeren Auszeit 2024 hat sich Eifler in der Weltrangliste wieder auf Rang 33 vorgekämpft. 2022 stand sie bereits auf Rang 14.

“Im Januar-Training habe ich im Training den Fokus auf die Fechttechnik gelegt. Ende des Jahres im November und Dezember hatte ich Bundeswehrlehrgänge. Da wurde viel im physischen Bereich gearbeitet.” Langfristig wolle Eifler sich im mentalen Bereich verbessern, manchmal gelassener werden. “Neben den Ergebnissen möchte ich zufrieden mit mir persönlich sein und einen guten Umgang mit meiner Erwartungshaltung finden. Manchmal bin ich etwas streng mit mir. Ich möchte etwas gelassener werden. Ein Top-acht-Ergebnis wünsche ich mir für die Saison. Natürlich nehme ich auch mehr”, sagte die Sportsoldatin schmunzelnd.

Über die Gegebenheiten in Katar vor Ort vermochte Gala Hess Sancho, weil noch inmitten der Anreisestrapazen, nichts zu berichten. Dafür versprühte die 28-Jährige im sportlichen Austausch ausschließlich positive Vibes. “Grundsätzlich bin ich mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden, weil ich konstant meine Leistung abrufen konnte. Ich fühle mich fit, bin physisch, fechterisch und mental in einem guten Zustand.” 

Die Degenfechterin vom TSV Bayer 04 Leverkusen, die am Bundesstützpunkt Bonn trainiert, arbeitet zusätzlich in regelmäßigen Abständen im Pariser Klub VGA St. Maur. Dort liegt der Lebensmittelpunkt ihres Lebensgefährten. “Das Training in Paris hilft mir neben meinen Einheiten in der Heimat ebenfalls sehr und bringt Abwechslung rein. Dort war ich nun eine Woche und habe mit den Fechterinnen vor Ort gearbeitet.”

Hess Sancho hat sich in den vergangenen Jahren dank beständiger Arbeit in den Top 100 der Weltrangliste etabliert. Höher als der momentane Rang 78 stand sie noch nie. Beim Weltcup zu Jahresbeginn in Fujairah schaffte sie wiederholt den Sprung ins Haupttableau der besten 64. Dort stand ihr eine höher eingeschätzte Gegnerin gegenüber. Hadley Husisian aus den USA gewann bereits mehrere Medaillen bei Weltcups, Grand Prixs und kontinentalen Meisterschaften und wird auf Rang fünf der Weltrangliste geführt. Die Amerikanerin gewann mit 15:12 gegen die DFB-Starterin

Darüber, dass sie sich regelmäßig für den Haupttag qualifiziert, sei sie sehr froh. “Ich würde gerne zeitnah, gerne schon hier in Katar, den Sprung unter die besten 32 schaffen. Ich war jetzt schon einige Male unter den besten 64. Das wäre jetzt der logische nächste Schritt. Hauptziel bleibt, das Haupttableau der besten 64 zu erreichen.” Neben dem Fechttraining in den vergangenen Tagen habe sie nach dem Weltcup darauf geachtet, dem Körper ausreichend Ruhe und Erholung zu gönnen. 

Langfristig wolle sie konstant im Haupttableau landen und dort möglichst viele Gefechte zu gewinnen. “Einen Wettkampf unter den besten 16 zu beenden, wäre super. In der Weltrangliste möchte ich es unter die besten 50 schaffen. und mich für WM- und EM qualifizieren und mit meinen Teamkolleginnen mit der Mannschaft möglichst oft unter den besten acht landen.”

Beim Grand Prix in der Wüste kann sie den nächsten kleinen Schritt dorthin machen.

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