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Frederic Kindler jubelt. Foto: Eva Pavía Gómez
Frederic Kindler jubelt. Foto: Eva Pavía Gómez
DFB-Team

Grand Prix und Weltcup, Nachlese: Kindler auf Rang sieben

Am Wochenende fanden mit dem Grand Prix in Incheon (Säbel) und dem Weltcup in Istanbul (Florett) zwei hochkarätige Wettkämpfe statt. Frederic Kindler sorgte im Einzel für das beste DFB-Ergebnis.

Vor zwei Wochen beim Weltcup in Padua war Frederic Kindler noch von einer leichten Verletzung gebremst worden, trat als Vorsichtsmaßnahme nicht zu seinem Gefecht unter den besten 32 an. Beim Grand Prix in Incheon präsentierte sich der Säbelechter erholt und fit und war - wie seit 2025 üblich - aufgrund seiner Weltranglistenposition (Rang elf) direkt für das Haupttableau der besten 64 qualifiziert. 

Der Olympia-Viertelfinalist von Paris, Matyas Szabo, der nach Rückenproblemen immer besser in den Rhythmus findet sowie Eric Simon Seefeld hatten sich mit guten Gefechten am Vortag ebenfalls für die besten 64 qualifiziert. 

Kindler besiegt zwei Weltklasse-Fechter

Gegen den Lokalmatadoren Taemin Ryu musste Kindler im ersten Gefecht gegen Gegner und das heimische Publikum ankämpfen, setzte sich dank seiner Erfahrung mit 15:12 durch. In der Runde der besten 32 wartete mit Michele Gallo (Weltrangliste 24) mehr als ein Prüfstein. Der Italiener gewann bereits einen Weltcup und einen EM-Titel.

Es entwickelte sich ein ganz enges Gefecht, bei dem der letzte Treffer entscheiden sollte. Der gelang Kindler unter großem Jubel der deutschen Delegation zum 15:14. Mit dem Selbstvertrauen des engen Sieges trat er auf die Planche Colin Heathcock gegenüber. (Weltrangliste 6) Der Amerikaner, mehrmaliger Grand Prix und Weltcupsieger, hatte gegen den DFB-Starter an diesem Tag aber nichts entgegenzustemmen.

Kindler verpasst Halbfinale hauchzart - Szabo im Aufwind

Kindler gewann mit einer Klasse-Performance mit 15:10 und traf im Viertelfinale auf Maxime Pianfetti aus Frankreich. Der Weltranglistenzehnte und WM-Silbermedaillengewinner stemmte sich gegen Kindler und dessen hervorragende Tagesform. Erneut entschied beim 14:14 der letzte Treffer - dieses Mal hatte der Franzose das bessere Ende für sich. Für Kindler blieb nach einem sehr guten Wettkampf Gesamtrang sieben.

Das gute Gesamtergebnis komplettierte Matyas Szabo mit Rang 16. Die ehemalige deutsche Nummer eins kommt nach längerer Verletzungspause immer besser in den Tritt und besiegte die Nummer 16 der Welt, den mehrmaligen Weltcup und Grand Prixsieger, Luca Curatoli aus Italien mit 15:11 sowie Jaeyoon Lim aus Südkorea mit 15:10.

Europameister stoppt Szabo - Ebert in Istanbul beste Deutsche

Erst Europameister Remi Garrigue aus Frankreich stoppte Szabo im Achtelfinale mit 15:7, der aus diesem Wettkampf viel Kraft und einige Punkte für die Weltrangliste mitnimmt. Eric Simon Seefeld wurde 50. Bei den Damen hatten Felice Herbon (47.), Elisabeth Gette (51.) sowie Larissa Eifler (60.) das Haupttableau erreicht, jedoch das Eröffnungsgefecht verloren.

Beim Florett-Weltcup in Istanbul sorgte derweil Leonie Ebert für das beste DFB-Ergebnis. Die ehemalige Weltranglistensiebte, die nach Kreuzbandverletzung immer besser in Tritt kommt uns zurzeit auf Position 64 geführt wird, qualifizierte sich nach guten Leistungen für das Haupttableau und besiegte dort Constance Catarzi aus Frankreich mit 10:6

Teams auf zehn und zwölf

Arianna Errigo, zehnmalige Welcupsiegerin und Doppel-Weltmeisterin aus Italien, war danach zu stark für die Linkshänderin (6:15), die Gesamtrang 26 belegte und sich peu a peu zurückkämpft. Carlotta Sophie Morandi wurde 45. Bei den Herren qualifizierten sich Bastian Kappus (45.), Linus Schulz (50.), Felix Klein sowie Otto Beckmann (59.) für das Haupttableau.

Im Teamwettkamp tagsdrauf belegten die deutschen Damen Gesamtrang zehn in der Aufstellung Kim Kirschen, Carlotta Morandi, Leonie Ebert und Marie Höfler. Die Herren (Henrik Barby, Niklas Diestelkamp, Bastian Kappus und Luis Klein) wurden zwölfte.