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DFB-Team

Kindler nach Weltcup-Bronze: "Die Basis für Erfolg ist da"

Nach seiner Bronzemedaille beim Säbel-Weltcup in Ägypten (Kairo) hat fechten.org nach dem langen internationalen Wochenende mit Frederic Kindler über das Turnier und die Gesamtsituation gesprochen.

Aus Sicht des Deutschen Fechter-Bundes war es ein erfolgreiches Wochenende: Beim Damensäbel in der peruanischen Hauptstadt Lima sicherte sich Larissa Eifler (TSV Bayer Dormagen) mit Platz 13 ein Top-Resultat und legte mit ihren Teamkolleginnen tagsdrauf nach. Am Sonntag konnte das Team (Larissa Eifler, Lena Stemper, Felice Herbon, Marisa Victoria Kurzawa) mit China einen Weltklasse-Gegner ausschalten und das Viertelfinale erreichen.

Beim Herrendegen-Weltcup in Bern wurde Lukas Bellmann (TSV Bayer 04 Leverkusen) mit Platz zehn bester DFB-Starter und sicherte sich ein Ergebnis in der Weltklasse. Dort im oberen Drittel von seiner “Basis” sieht sich nach eigenen Angaben dauerhaft Frederic Kindler, den fechten.org Anfang der Woche nach seinem starken dritten Platz beim Säbel-Weltcup in Kairo erreichte.

“Die Basis ist da durch hartes Training, den Einsatz unserer Trainer, Physiotherapeuten, Ärzte, den vielen Videoanalysen und allem, was dazu gehört, da”, erklärt der 27-Jährige. Als nächsten Schritt würde der EM-Dritte von 2025 gerne seine Schwankungen, wohlgemerkt auf obersten Niveau, abstellen. Doch Kindler, mit der nötigen Selbstkritik ausgestattet, erklärt das so.

Der gesamte Wettkampf in Kairo sei für Kindler ein Auf und Ab gewesen. “Es gab Phasen, in denen habe ich brilliert und dann folgten schwache Momente. Ich hatte wenig Konstanz, deshalb kam es zweimal überhaupt erst zum Stand von 14:14.” (Lesen Sie Hier mehr zu Kindlers Wettkampf)

"Deshalb war das Halbfinale in Kairo ein schwieriges Gefecht. Ich war mental und körperlich in dieser Situation ziemlich am Limit, weil die Kämpfe davor fast alle langwierig und knapp waren." In der zweiten Hälfte habe ihm etwas Kraft gefehlt. “Ich konnte gegen einen starken Gegner nicht mehr die Anpassungen vornehmen, die nötig gewesen wären.” Kindler resümierte: “Dennoch bin ich trotz der Schwankungen im oberen Drittel dabei und das macht mir große Hofnung.”

Positiv bewertet Kindler zudem den Sieg im ersten Gefecht gegen den starken Koreaner Sangwon Park, der in der Weltrangliste auf Rang 20 geführt  wird. “Der war aufgrund des Vortableaus schwächer gesetzt, aber war lange in den Top 16 der Welt und hat Medaillen gesammelt bei Weltcups. So ein Auftakt ist immer spannend und ich bin froh, dass ich da abgeliefert habe.”

Ein großes Lob gab es für den Team-Zusammenhalt und einen Mannschaftskollegen. “Dass wir gegen starke Nationen knapp verlieren, zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison”, sagte Kindler mit Blick auf die Niederlage gegen Rumänien im Achtelfinale. Mut macht Kindler die Rücker von Matyas Szabo (zweiter Weltcup in Serie), dessen Rückenprobleme auskuriert zu sein scheinen. “Natürlich hat er sich nahtlos eingefügt und ist sehr wichtig für uns. Wir sind alle in einer Trainingsgruppe und sehen tagtäglich, was jeder Einzelne für den Erfolg gibt. Das motiviert und macht uns als Gruppe besonders.”