Marisa Victoria Kurzawa, Mia Weiland, Catalin Graudins und Mirja-Lena Haack gewannen am Sonntag in Ungarns Hauptstadt nach tollen Leistungen die Silbermedaille. An zehn gesetzt, besiegte das DFB-Quartett nach einem Freilos im Achtelfinale die an sieben gesetzten Chinesinnen knapp mit 45:42. Sieben der neun Einzelgefechte gingen punktetechnisch an die deutschen Fechterinnen. Marisa Victoria Kurzawa hatte im dritten Gefecht einen Vorsprung von fünf Treffern herausgearbeitet, den das U-20-Team mit anspruchsvollen Leistungen verwaltete.
Im Viertelfinale traf das deutsche Team auf die Favoritinnen aus den USA, die in Budapest an zwei gesetzt waren. Das Quartett hatte vor allem gegen die Amerikanerin Sophie Lu, die ihre Klasse zeigte, immer wieder Probleme. Doch Mirja-Lena Haack drehte einen Rückstand von fünf Treffern mit einem 10:4-Lauf in eine knappe Führung. Kurzawa brachte im vorletzten Gefecht unter Druck eine tolle Leistung auf die Planche und schickte Haack mit einem Treffer Vorsprung auf die Bahn. Das DFB-Talent holte den letzten Treffer und jubelte mit ihren Kolleginnen über ein 45:44-Erfolg sowie das gebuchte Halbfinalticket.
Säbel-Damen besiegen USA und Frankreich
Mit dem Selbstvertrauen aus dem USA-Sieg besiegten die deutschen Talente auch das an drei gesetzte Team aus Frankreich (45:43) und zeigten dabei von Beginn an eine tolle Leistung. Die Topfavoritinnen aus Italien, an eins gesetzt, erwischten im Finale allerdings den viel besseren Start und erarbeiteten sich so eine zwischenzeitliche 20:11-Führung. Am Ende hieß es 45:36 für Italien - das deutsche Quartett sicherte sich aber die wohlverdiente Silbermedaille und schaffte im Beisein aller Weltklasseteams einen Achtungserfolg.
Bereits im Einzel am Vortag hatten die Juniorinnen performt. Mirja-Lena Haack (TSV Bayer Dormagen) schaffte es bei mehr als 220 Teilnehmerinnen ins Viertelfinale und belegte einen sehr guten siebten Platz. Teamkollegin Marisa Victoria Kurzawa erreichte das Achtelfinale und wurde 12. Trainer Gergely Bokor hatte ein Extra-Lob für das Duo parat und erklärte: “Nach diesen sehr guten Leistungen wäre sogar noch mehr drin gewesen.” Im U-17-Einzel erzielte Julia Doll (FR Nürnberg) das beste DFB-Ergebnis mit einem guten 13. Platz. Luisa Paulsen wurde 23.
Fotoverweis: Augusto Bizzi